Bei Kommunen und Stadtverwaltungen werden immer mehr Datenbanken der bestehenden öffentlichen Einrichtungen und Grundstücke in der dritten Dimension benötigt. Um aus Gebäuden ohne aktuelle Bestandspläne, dreidimensionale Modelle zu erstellen, benötigt man umfangreiche Aufmaße.
Diese „As-Build“ Daten werden vom Laserscanner geliefert und durch eine Schnittstelle im CAD-Programm weiterbearbeitet. Aus den Modellen können aktuelle Bestandspläne, Schnitte und Ansichten generiert werden.
Da die Punktwolke als Datensatz vollständig archiviert wird, können aus dem Bestand zusätzliche Informationen wie Steckdosenplätze oder Beschädigungen am Gebäude ohne zusätzliche Vermessung jederzeit nach erfasst werden.
Der Vorteil gegenüber Tachymetern ist die Punktdichte: Werden hier gewöhnlich nur einzelne Punkte aufgemessen so wird beim Laserscanning das gesamte Objekt mit mehreren Millionen Punkten erfasst. Bei komplexen Modellierungen ist also eine höhere Genauigkeit garantiert.
Erinnerte Stadtkämmerer Hans Georg Wunder an die Kosten eines Brückenbauwerks (da stehen so rund 650 000 Euro zur Disposition), machte eine professionell gemachte wie aufschlussreiche 3D-Animation deutlich, dass sich ein spindelartiges Bauwerk nur schwer städtebaulich integrieren lässt. Und wenn man die Straße tiefer legt (was ein einfacheres Brückenbauwerk bedeuten würde), entsteht die Typologie einer sehr stark belasteten Stadtstraße. Haag: "Eine Tieferlegung bedeutet Schaffung einer autogerechten Stadt, die sich ausschließlich nach dem Fahrzeugverkehr und dem Verkehrsfluss richtet, in Wirklichkeit aber die optische und tatsächliche Zerschneidung des Stadtgebiets an dieser Stelle erst erzeugt."
Für Verkehrsgutachter Wolfgang Schröder ist auch bei einer ebenerdigen Furt ("mindestens achteinhalb Meter breit") eine "ausreichende Sicherheit gegeben." Er erwartet an der ampelgeregelten Furt selbst in Spitzenzeiten einen "Rückstau von maximal neun Fahrzeugen." Schröder abschließend: "Die Lösung per Furt ist in der Gesamtabwägung vertretbar."
Die Ratsdebatte machte deutlich, dass Bedenken hinsichtlich des prognostizierten Rückstaus genauso bestehen wie Ängste, dass mit dem Fallenlassen der sicheren Brückenlösung die Konzeption rund um Radwege und Fußgängerverkehr aus den Augen verloren geht. Insgesamt jedoch hat sich in der Gesamtabwägung durchgesetzt, dass die neuen Erkenntnisse nicht ignoriert werden dürfen, dass die rund 50 000 Euro teure und "Tettnang-gerechte" (Karl Haag) Furtlösung die "bessere Lösung" (Bruno Walter) sei.